12 Jul 2018 Blesel-Initiative zum gesunden “aktiven Sitzen”

Die Antwort auf den „sitzenden Lebensstil“ der digitalen Generation – S 4.0 Active Sitting Solution von Interstuhl.

Die zunehmende Digitalisierung hat einen wesentlichen Einfluss auf das private und auf das Berufsleben, aber vor allem auch auf unsere Gesundheit. Gemeint ist der ‘Sedentary Lifestyle’, also ein sitzender Lebensstil, der ungesunde Folgen hat. Wer sich nicht bewegt, sondern vom Arbeitsstuhl zum Autostuhl und zuhause auf den Fernsehsessel wechselt und so als ‘Couch Potato’ belächelt wird, führt seinem Körper ernsthafte und dauerhafte Schäden zu.

Die Lösung, die jetzt exklusiv bei Blesel erhältlich ist und „live“ ausprobiert werden kann. Mittels am Stuhl angebrachter Sensortechnik wird ein Feedback zum persönlichen Sitzverhalten übermittelt. Bio-Feedback ist das Schlagwort. Der Mensch soll dafür sensibilisiert werden, sich sein Sitzverhalten bewusster zu machen und zu verbessern.

Fragen Sie unsere Expertin für ergonomisches Sitzen Soundous Zaimi   Tel. 02334/9285-16   Email:    s.zaimi@blesel.de   nach der S 4.0 Active Sitting Solution von Interstuhl.

Diese Blesel-Initiative steht im Kontext eines heiß diskutierten Bestsellers, der momentan für Schlagzeilen sorgt:

Kelly Starrett: Sitzen ist das neue Rauchen

Auszüge aus einer XING/getAbstract -Rezension:

Kelly Starrett ist ein erfahrener Athlet, Trainer und Therapeut – sein umfangreiches Wissen spiegelt sich in diesem Buch deutlich wider. Er greift auf Erfahrungen aus seiner Arbeit mit Sportlern und Patienten zurück und unterfüttert damit überzeugend seine eindringlichen Warnungen vor den gefährlichen Folgen übermäßigen Sitzens. In seiner beeindruckend detaillierten und kompetenten Beschäftigung mit einem der gravierendsten Gesundheitsprobleme der westlichen Welt räumt Starrett zunächst mit dem Irrtum auf, die Risiken des Sitzens ließen sich durch ausreichend Sport mindern. Dann zeigt er anhand ausführlich erklärter und bebilderter Übungen, wie man seinen Körper gesund und schmerzfrei durch die Tücken des Sitzalltags bringen kann: durch korrektes Stehen, Gehen und Bewegen sowie spezielle Mobilisationsübungen mit Blackroll und Ball. Das Buch ist als Programm angelegt, doch ist jede einzelne Übung, jeder einzelne Tipp für den sitzgeplagten Büroarbeiter Gold wert, findet getAbstract.

Das lernen Sie im Buch

  • warum Sitzen krank macht und welche Strategien es dagegen gibt.

Die Ratschläge

  • Sitzen gehört zu den größten Gesundheitsrisiken überhaupt. Es ist ähnlich tödlich wie Rauchen.
  • Sitzen schadet nicht nur dem Be­we­gungs­ap­pa­rat, sondern verursacht auch Krankheiten wie Diabetes und Krebs. Wer viel sitzt, wird auf Dauer krank.
  • Egal, wie viel Sport Sie treiben – die schädlichen Folgen des Sitzens wehren Sie damit nicht ab.
  • Die meisten Menschen sitzen entweder mit Rundrücken oder mit überstrecktem Rücken am Bürotisch. Beides belastet Rücken, Atmung und Muskulatur.
  • Vermeiden Sie es, zu sitzen, wann immer es geht.
  • Eliminieren Sie Sitzzeit, indem Sie an einen Steh­ar­beits­platz wechseln.
  • Der Weg zur richtigen Haltung führt über die Wirbelsäule: Wer sie richtig ausrichtet und stabilisiert, kann komplexere Bewegungen korrekt ausführen.
  • Nach 20 oder 30 Minuten Sitzen sollten Sie sich mindestens 2 Minuten bewegen.
  • Um den schädlichen Folgen des Sitzens vorzubeugen, sollten Sie konsequent Mobilisierung betreiben, sprich den Bewegungsapparat beweglich halten.
  • Wenn Sie unbedingt sitzen müssen, bringen Sie vorher Ihre Wirbelsäule stehend in Neutralstellung.

Wege aus der Sitzklemme – Folgende vier Grundregeln sollten Sie unbedingt beachten

„Mobilisationsarbeit soll eine präventive, wiederherstellende Maßnahme sein, mit der Sie Problemen vorbeugen, wie etwa Bewegungseinschränkungen und Schmerzen.“

  1. Weniger „fakultatives“ Sitzen: Verzichten Sie auf Sitzen, wann immer es geht. Sie können am Tag mehrere Stunden Sitzen eliminieren, indem Sie am Bürotisch stehen (und den PC auf Kisten stellen, falls kein Stehtisch vorhanden ist). Oder Sie dehnen sich abends beim Fernsehen anstatt nur zu sitzen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, nicht zu sitzen.
  2. Bewegen Sie sich pro 30 Minuten Sitzen mindestens 2 Minuten. Wenn Sie unbedingt sitzen müssen, sollten Sie trotzdem Bewegung in den Büroalltag bewegen. Dazu gehören Haltungswechsel beim Sitzen (setzen Sie sich etwa zwischendurch breitbeinig auf die Stuhlkante) genauso wie regelmäßiges Aufstehen, Gehen oder Dehnen.
  3. Ständiges Überprüfen und Korrigieren von Körperhaltung und Biomechanik. Bewegungen im Alltag sollten Sie, wie im Sport, stets mit Augenmerk auf perfekte Form ausführen. Wenn Sie merken, dass Ihre Wirbelsäule nicht stabil ist, verankern Sie sie erneut.
  4. Den Körper jeden Tag 10 bis 15 Minuten lang mobilisieren. Durch Mobilisation wird das Zusammenspiel aller Komponenten des Bewegungsapparates (Muskeln, Nerven, Gelenke, Bindegewebe, Haut) optimiert. Verhärtete Muskeln werden geschmeidig gemacht, um Schmerzen vorzubeugen und Beweglichkeit wiederherzustellen und zu erhalten.

Steharbeitsplatz – aber richtig

Der Wechsel an einen Steharbeitsplatz wird sich äußerst positiv auf die Gesundheit auswirken. Folgendes gilt es beim Arbeiten im Stehen zu beachten:

  • Verankerung der Wirbelsäule und Einnehmen der Neutralstellung: Aktivieren Sie Ihre Wirbelsäule in der stabilen Neutralstellung und richten Sie Ihren Steharbeitsplatz aus dieser Haltung heraus ein. Denn nicht Sie müssen sich dem Schreibtisch, sondern der Schreibtisch muss sich Ihnen anpassen.
  • Flache Schuhe: Verzichten Sie unbedingt auf Absatzschuhe – sie verursachen Fußleiden und Rückenschmerzen. Am besten ist es, barfuß am Tisch zu stehen.
  • Fußreeling: Man kennt es von Barhockern: eine Ablage für die Füße. Auch am Stehschreibtisch ist eine Fußstütze wichtig. Dafür können Sie einfach einen Stuhl nutzen. Wichtig ist, dass das Knie beim Abstützen nicht höher als die Hüfte steht.
  • Schreibtischhöhe: Verankern Sie die Wirbelsäule und winkeln Sie die Unterarme parallel zum Boden an. Die PC-Tastaturauflage sollte auf Höhe der Ellenbogen sein.

Wenn schon sitzen – dann bewusst

Ganz und gar entkommt man dem Sitzen leider nie. Deswegen sollten Sie lernen, wie Sie sitzen können, ohne dem Körper größeren Schaden zuzufügen. Hier ein paar Strategien:

  • Egal, wie Sie sitzen, halten Sie die Wirbelsäule immer in Neutralstellung. Verankern Sie die Wirbelsäule immer zuerst im Stehen, bevor Sie sich hinsetzen.
  • Sitzen Sie lieber im Schneidersitz auf dem Boden als auf einem Stuhl. Auf dem Boden können Hüfte und Rumpf die Wirbelsäule stützen; man sitzt auf dem Becken statt auf den Oberschenkeln, die nicht dafür eingerichtet sind, die gesamte Sitzlast zu tragen.
  • Setzen Sie sich auf die vordere Stuhlkante: Das entlastet die Oberschenkel.
  • Sport ist kein Mittel gegen Sitzschäden. Alle 20 bis 30 Minuten aufzustehen und sich zu bewegen, hingegen schon. Wichtig sind auch regelmäßige Haltungswechsel beim Sitzen.
  • Die beste Strategie aber ist: Sitzen Sie gar nicht erst. Ihr Körper wird es Ihnen danken.